Zur Geschichte des Eisenbahnnetzes in Russland - Студенческий научный форум

XIII Международная студенческая научная конференция Студенческий научный форум - 2021

Zur Geschichte des Eisenbahnnetzes in Russland

Павлова Е.Е. 1, Косован О.Л. 1
1ВлГУ
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Zusammenfassung: Dieser Artikel enthält Informationen über Eisenbahnen in Russland, Ihre Entstehungsgeschichte, Eigenschaften und Betrieb. Die Arbeit basiert auf dem Studium authentischer deutscher Texte und Materialien zu diesem Thema.

Schlüsselwörter: Hauptbahn( Schienen), Dampfmaschine, Material, Bandbreite, Transportleistung

Russland ist eine Eisenbahngroßmacht. Die Gesamtlänge aller Eisenbahnlinien Russlands beträgt über 135000 km Hauptbahnlinien und 100000 km Nebenbahnlinien. Kein Staat der Welt hat solch ein Bahnnetz, dessen Endpunkte so weit voneinander entfernt sind. Über 9000 km liegen zwischen der Küste von Ostsee im Westen und der Küste des Japanischen Meeres im Osten. Zwischen der Tundra des Nordens und den Wüsten des Südens liegen über 4000 km.

Die Eisenbahnen verbinden verschiedene Punkte des kolossalen Territoriums unseres Landes miteinander: das industrielle Zentrum des europäischen Teils mit den Häfen des Schwarzen Meeres und der Ostsee, mit Ural und Sibirien. Die Entwicklung des Eisenbahnnetzes in Sibirien ist von großer ökonomischer Bedeutung.

Die Transsibirische Eisenbahnlinie ist 9377 km lang, sie ist elektrifiziert und verbindet Moskau über Omsk, Krasnojarsk, Tschita und Chabarowsk mit Wladiwostok. Die Transsib ist die kürzeste, schnellste und bequemste Verbindung – und damit die wichtigste Strecke des Eisenbahnnetzes Russlands – zwischen dem europäischen Teil Russlands und den Ländern des Fernen Ostens.

Mit dem Bau einer Eisenbahnverbindung vom Baikal zum Amur (Baikal-Amur-Magistrale) beginnt eine neue Etappe in der Erschließung der Naturreichtümer Ostsibiriens und des Fernen Ostens. Die Eisenbahnlinie beginnt in Ust-Kut, von den Ufern der Lena, führt nördlich am Baikal vorbei, quer durch Ostsibirien, bis zur legendären Stadt Komsomolsk am Amur. Die Länge dieser Magistrale beträgt über 3200 km. Die Bahn ist zweigleisig bzw. streckenweise sogar viergleisig. Die BAM ist für die Entwicklung der Volkswirtschaft in diesem Gebiet von großer Bedeutung, denn gleichzeitig mit dem Bau der Eisenbahnlinie entstehen neue moderne Städte, Betriebe und Bergwerke.

Die Turkestanisch-Sibirische Bahn (Turksib) verbindet Sibirien mit Mittelasien.

Die Eisenbahn verbindet unser Land auch mit vielen Staaten. Es gibt internationale Eisenbahnverbindungen wie Moskau-Warschau-Berlin, Moskau-Bucharest-Sofia, Moskau-Prag usw.

Zur Geschichte der Eisenbahnen

Die erste Eisenbahn der Welt baute der Engländer Stephenson im Jahre 1825. Diese Eisenbahn verband die englischen Städte Stockton und Darlington. Beim Bau dieser Eisenbahn wählte Stephenson den Räderabstand der englischen Dilligence als die Spurweite der Eisenbahnlinie. Dieser Abstand betrug 1435 mm und gehörte der englischen Eisenbahnen. Viele Länder kauften lange Zeit englische Lokomotiven und bauten die Bahnen in englischer Spurweite, deshalb haben heute etwa 75% aller Eisenbahnen der Welt eine Spurweite von 1435 mm.

Einige Länder, z.B. Russland und Spanien, wählten aus strategischen Zielen andere Spurweiten. Russland wählte eine Spurweite von 1524 mm.

In Russland entstanden die ersten Schienenwege Ende des 18. Jahrhunderts. Das waren die Werkbahnen, z.B. die Werkbahn im Alexander-Werk in Petrosawodsk. Diese Eisenbahn war etwa 174 m lang. Im Altai baute der russische Ingenieur Frolow im Jahre 1809 die Bahn mit einer Länge von 2 km.

Anfang des 19. Jahrhunderts entstand die Dampfmaschine dank der Arbeiten des Engländers D.Watt und der russischen Mechanikers I.I.Polsunow. Diese Dampfmaschine wurde zu einer neuen Betriebsart. Die Verwendung des Dampfbetriebs hatte eine große Bedeutung für die Entwicklung des Eisenbahnwesens. Auf den Eisenbahnen der Welt erschienen die Dampflokomotiven. 1814 baute Stephenson seine erste Dampflokomotive. Die erste russische Dampflokomotive konstruierten der Vater und der Sohn Tscherepanows für die Werkbahn in Nishni Tagil (1833).

Die erste russische Eisenbahnlinie für den Personenverkehr war die Linie zwischen Petersburg und der Ortschaft Zarskoje Selo. Diese Bahn war 27 km lang, sie hatte keine Bedeutung für die ökonomische Entwicklung des Landes, sie diente der Zarenfamilie zum Reisen aufs Land.

Im Jahre 1851 war der Bau der ersten russischen Hauptbahnlinie von Petersburg nach Moskau zu Ende. Diese Linie betrug eine Länge von 644 km.

Die erste deutsche Eisenbahn baute man 1835. Sie verband die Städte Nürnberg und Fürth. Diese Bahn war 6 km lang und war auch die ökonomische Entwicklung von keiner großen Bedeutung. Bald baute man die Linien Berlin-Potsdam und Leipzig-Dresden.

Nach einigen Jahrzehnten entwickelte sich schnell das Eisenbahnnetz in allen europäischen Ländern, denn die Eisenbahnen wurden zu einem leistungsfähigen und schnellen Verkehrsmittel.

Die Entwicklung des Eisenbahnnetzes Russlands

Nach dem ersten Weltkrieg und dem Bürgerkrieg befanden sich die Eisenbahnen Russlands in einem katastrophalen Zustand. Es gab über 10000 km zerstörter Eisenbahngleise und 3500 Eisenbahnbrücken. Die junge Sowjetmacht hatte eine wichtige Aufgabe – die Beseitigung dieser Zerstörungen. Die Sowjetmenschen stellten alte Eisenbahnlinien wieder her und bauten gleichzeitig neue Strecken. In den ersten zehn Jahren der Sowjetmacht sind etwa 7000 km neuer Strecken entstanden. Von 1928 bis 1940 hat man über 13400 km neuer Eisenbahnlinien gebaut.

Während des Großen Vaterländischen Krieges (1941-1945) wurde die Eisenbahn zum Haupttransportmittel. Sie erfüllte mehr als 80% der gesamten Güterbeförderungen. Der Krieg zerstörte Tausende von Eisenbahnlinien, aber schon in den Kriegsjahren haben die Sowjetmenschen über 11000 km Gleise und etwa 3000 Brücken wiederhergestellt.

Nach dem Krieg setzten die Eisenbahner die Wiederstellung der Eisenbahnen fort. Gleichzeitig begann der Bau neuer Eisenbahnlinien. Das Eisenbahnwesen hat in den folgenden Jahren einen grandiosen Aufschwung genommen. Von 1946 bis 1958 erfolgte der Bau weiterer 10000 km und bis 1965 nochmals 8100 km neuer Strecken. In den Jahren 1966 bis 1970 hat man 3200 km neuer Eisenbahnstrecken gebaut. Zu den bedeutendsten neuen Eisenbahnlinien gehören die Strecken Makat-Uzeni (880 km) und Gurjew-Astrachan (330 km). Die Magistrale Makat-Uzeni verbindet die Halbinsel Mangyschlak am Kaspischen Meer, wo man an der Erschließung neuer Vorkommen an Erdöl und Erdgas arbeitet, mit den Zentren der Industrie im Ural und in Westsibirien. Die Magistrale Gurjew-Astrachan verläuft unmittelbar an der Küste des Kaspischen Meeres. Sie ist eine wichtige Verbindung zwischen den Industriegebieten im Kaukasus, der Ukraine und der mittleren Wolga einerseits und dem Ural, Westsibirien und Kasachstan andererseits.

Die Erweiterung des russischen Eisenbahnnetzes geht zügig weiter. In der Liste der neuen Strecken nehmen in erster Linie die Magistralen Bejneu – Kungrad (400 km) und Tjumen-Tobolsk-Surgut (700 km) einen bedeutenden Platz ein. Der Bau dieser Strecken ist bereits im Gange. Die Trasse nach Kungrad verläuft zwischen dem Kaspischen Meer und dem Aral-See in südostlicher Richtung nach Mittelasien. Sie stellt die zweite Verbindung zwischen europäischem Teil Russlands und den mittelasiatischen Staaten dar und ist der Streckenführung nach wesentlich kürzer.

Von großen Problemen stehen die Eisenbahner beim Bau der Surguter Strecke, die in Tjumen beginnt und in nördlicher Richtung verläuft. Diese Strecke bahnt einen neuen Weg zu den großen Erdöl und Gasvorkommen in den nordsibirischen Gebieten. Das Eisenbahnwesen vervollkommnet sich von Jahr zu Jahr. Dieser Vervollkommnung dient auch der Übergang vom Dampfbetrieb auf den Diesel- und Elektrobetrieb. Die Diesel- und Elektrolokomotiven transportieren 95% aller Eisenbahngüter.

In den letzten Jahren ist das Eisenbahnnetz unseres Landes um 50000 km gewachsen. Von Jahr zu Jahr wachsen die Geschwindigkeiten auf den Eisenbahnen. Man hat viele Arbeiten zur Erhöhung der Geschwindigkeiten durchgeführt. Es gibt viele Schnellstrecken, auf denen die Züge mit einer Geschwindigkeit von 160 km/h bis 180/h fahren. Der neue Schnellzug “Russische Trojka” wird eine Geschwindigkeit von 200 bis 220 km/h erreichen. Der neue Zug wird 650 km lange elektrifizierte Strecke Moskau – Sankt Petersburg in knapp vier Stunden zurücklegen. Der Expresszug “Aurora”, der bisher der schnellste Zug war, braucht für diese Entfernung etwa 5 Stunden.

Der Eisenbahnbetrieb

Die gesamte Arbeit der Eisenbahn erfolgt auf 3 Gebieten: Bahnanlagen, Fahrzeuge und Betrieb. Keines dieser Gebiete kann ohne die beiden anderen das Hauptziel der Eisenbahn erfüllen, das in der Beförderung von Reisenden und Gütern besteht.

Zu den Bahnanlagen gehören: der Oberbau mit Schienen, Schwellen und Bettung, der Unterbau mit Kunstbauten, die Signal- und Fernmeldeanlagen, die Eisenbahnbauten, d.h. Bahnhöfe.

Zu den Schienenfahrzeugen gehören Lokomotiven, Wagen, Triebwagen. Sie laufen entweder einzeln oder werden in Züge zusammengestellt.

Die Bewegung der Fahrzeuge und die Arbeiten, die damit verbunden sind, nennt man den Eisenbahnbetrieb. Wodurch wird der Eisenbahnbetrieb charakterisiert? Es gibt zwei Hauptcharakteristiken des Eisenbahnbetriebs – die Durchlassfähigkeit und die Beförderungsleistung. Unter der Durchlassfähigkeit einer Strecke versteht man die Anzahl der Züge, die während einer bestimmten Zeit auf der Strecke verkehren können. Sie ist von den Anlagen, Fahrzeugen und der Organisation des Betriebs abhängig. Die Durchlassfähigkeit wird bestimmt:

durch die Zahl der Streckengleise,

durch die Größe der Blockabschnitte; je kürzer der Blochabschnitt ist, desto größer ist die Durchlassfähigkeit,

durch die Zentralisation der Sicherungsanlagen.

Eine sehr große Rolle spielt im Eisenbahnbetrieb die Geschwindigkeit. Sie wird immer höher sowohl im Reisezug- als auch im Güterverkehr. Diese Tendenz zu immer höheren Geschwindigkeiten ist international geworden. Gegenwärtig ist auf zweigleisigen Strecken eine Höchstgeschwindigkeit der Reisezüge von 120 km/h üblich. Die Arbeiten zur Erhöhung der Geschwindigkeiten werden weiter geführt, so ist es vorgesehen, die Strecke Moskau - Sankt-Petersburg mit den Fahrzeugen auszustatten, die Geschwindigkeiten bis 220 km/h entwickeln werden.

Die zweite wichtige Charakteristik des Eisenbahnbetriebs ist die Beförderungsleistung. Bei allen Beförderungsarbeiten sind Gütermengen zu beachten, also die Tonnen Güter bzw. die Zahl der beförderten Personen und die Länge der Wege, über die befördet werden. Das Produkt Gütermenge mal (x) Weglänge wird als Beförderungsleistung bezeichnet. Es wird in den Einheiten Tonnenkilometer (tkm) bzw. Personenkilometer (Pkm) ausgedrückt.

Die gute Organisation des Eisenbahnbetriebs hängt auch vom Planungssystem des Transports, vom Technischen Plan und der Normung des Betriebsarbeit ab. Hier spielt eine große Rolle die Zusammenstellung von Fahrplänen. Der Fahrplan ist bei der Zusammenstellung der Verkehrszeiten der Züge von großer Bedeutung. Jeder Zug hat einen Fahrplan, dabei unterscheidet sich der Fahrplan eines Reisezuges von dem eines Güterzuges. Der Reisezugfahrplan beachtet die vorhandenen Betriebsmittel und Anlagen sehr ausführlich. Im Güterverkehr müssen die Güterwagen operativ eingesetzt werden. Im Reisezugverkehr kann man nur mit Hilfe des Fahrplans die Verkehrsbedürfnisse befriedigen. Im Güterverkehr hilft der Erfüllung aller Aufgaben der sogenannte Technische Plan. Dieser Plan enthält Zahlen über den Wagenpark, Umlaufzeiten und tägliche Aufgaben für die Be- und Entladung von Gütern.

Ein wichtiges Mittel der Betriebsorganisation ist auch der Dispätscherdienst. Er hat die Planerfüllung zu garantieren und zu kontrollieren, seine Aufgabe besteht nicht nur in der Einhaltung des Fahrplans, sondern auch in der Kontrolle und Steuerung aller Dienste des Betriebs, wie z.B. des Fahrdienstes. Man bereitet sich sorgfältig zum Beginn des Arbeitstages vor, man kontrolliert die strikte Einhaltung des Fahrplans, überwacht die Erfüllung des Technischen Plans. Man sorgt um die volle Auslastung der Güterzüge, man senkt Wagenumlaufzeiten, man wendet fortschrittliche Arbeitsmethoden an usw.

Literatur:

1.https://nsportal.ru/shkola/inostrannye-yazyki/nemetskiy-yazyk/library/2015/02/16/uchebnoe-posobie-sbornik-tekstov-na-0

2.Басова Н.В., Коноплёва Т.Г.// Немецкий для колледжей, М, 1990

3.Молоткова А.С., Левицкая Л.Ф.// Учебник немецкого языка, М., 1979

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